Ulmers und mein großes Rosenbuch

Dass ich Rosen sehr liebe, ist ja auf dieser Website unübersehbar. Immerhin behandelt etwa jeder zweite Beitrag hier das Thema Rosen und ich habe eine besondere Leidenschaft, Rosensorten kennenzulernen und vorzustellen. Das war schon seit meiner Jugend so. Und da wundert es kaum, dass ein gewisses Fachwissen zusammengekommen ist, das in meine Publikationen einfließt. Ich habe mich sehr gefreut, dass eines schönen Tages der Leiter der Buchabteilung des Verlages Eugen Ulmer, Herr Volker Hühn, auf mich zukam und mir anbot, gemeinsam ein Gesamtwerk über Rosen zu erstellen. Zwar hatte ich schon einige Rosenbücher auf dem Gewissen, doch das war mit angepeilten rund 300 Seiten schon eine neue Hausnummer.

Anna Griestop, verzückt in den RosenNie zuvor hatte ich bei einem Buchprojekt so viele Freiheiten und dazu noch die Gelegenheit, mit jemanden der viel besser fotografieren kann als ich, Bilder für das geplante Buch selbst anzufertigen. Meine liebe Freundin, die stets gut gelaunte, begeisterungsfähige und versierte Anna Griestop, die ich aus Schulzeiten kenne, erklärte sich bereit und wir machten uns auf die Bilderpirsch. Auch wenn sie nicht alle Bilder die wir brauchten anfertigen konnte, prägte sie mit ihren Aufnahmen auf wunderbare Weise den Look des Buches. Ich kann nur sagen, dass die Ausflüge mit ihr in die Rosen (etwa in den Rosenhof Schultheis, einige Privatgärten, meinen eigenen damaligen Schrebergarten in Bielefeld und das Deutsche Rosarium GRF im Westfalenpark Dortmund) arbeitsreiche, aber wirklich launige Sessions waren in denen wir einfach Freude hatten, ganze Tage nach den besten Motiven und dem schönsten Licht zu suchen – vielleicht sieht man das dem Bilderwerk an. Das schöne Aufmacherbild dieses Beitrags stammt von ihr. 

Cover Das grosse Ulmer RosenbuchDer Prozess des Schreibens allerdings zog sich sehr lange hin – weit, weit länger als geplant. Etliche Geschehnisse in dieser Zeit torpedierten meine Fähigkeit, mich auf das Thema angemessen zu konzentrieren und ich habe zeitweise daran gezweifelt, überhaupt ein anständiger Gartenbuchautor zu sein. So mancher Verlag hätte mir und dem Projekt die „Rote Karte“ gezeigt, doch Herr Hühn bewies Geduld, sprach mir Mut zu und ließ mir eine enorm lange Zeitleine. Das Manuskript durfte gären und selbst in der Endphase war noch Luft genug, auch wirklich noch jede irritierende Klitzekleinigkeit ändern zu können und sogar noch Bilder auszutauschen … alle Beteiligten, allen voran die verlagsinterne Lektorin Bettina  Brinkmann, waren bereit zu feilen, bis wir mit der finalen Version vollkommen zufrieden waren. Als „i-Tüpfelchen“ steuerte die Grafik-Abteilung noch das tolle, sehr ungewöhnliche, neugierig machende Cover bei. 

… immerhin hatte ich ja auch den Ehrgeiz angemeldet, das für mich und meine Möglichkeiten „ultimative Rosenbuch“ zu schreiben … ob es mir gelungen ist, können allerdings nur die Leserinnen und Leser dieses Werkes beurteilen …

Seit Oktober ist es unter dem Titel „Das große Ulmer Rosenbuch“ im Handel erhältlich. Die ersten Rückmeldungen sind positiv und freuen mich sehr. Nun werden wir sehen, wie es sich in der Medienlandschaft unter den Gartenbüchern auf längere Sicht behaupten wird. Wenn Sie möchten, blättern Sie es doch einmal virtuell (einfach dem Link folgen) oder – noch besser – haptisch live in der Buchhandlung Ihres Vertrauens durch und machen sich ein erstes eigenes Bild davon. Möge es Ihnen genauso gefallen wir mir!

update März 2019:
Hey, dieses Buch hat heuer auf Schloss Dennenlohe den 3. Preis bei der Kür zum besten Deutschen Gartenbuch gemacht – und zwar in der Kategorie „Garten- und Pflanzenporträts“. Herzlichen Dank!

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