Wo sind die Ragdolls?

Ragdoll-Katzen erschienen uns als Idealbesetzung für unser Vorhaben, Katzen in der Wohnung zu halten. Neben ihrer Tauglichkeit dafür schlug uns auch ihr imposantes Aussehen sofort in den Bann – sie ähneln großen Perserkatzen mit ausgeprägter Nase und gelten als äußerst gelassen und anhänglich.

So schauten wir uns zunächst wochenlang in diversen Tierheim-Portalen um. Wir wollten dazu beitragen, dass heimatlose Tiere ein Zuhause finden. Aber leider wurden wir hier nicht fündig. Nahezu alle Katzen waren als Freigänger bezeichnet worden und das konnten wir beim besten Willen nicht bieten. Weit und breit war kein Ragdoll-Katzen-Paar in Sicht. So ließen wir diesen Gedanken fallen und recherchierten im Internet nach Züchtern, die sich auf Ragdoll-Katzen spezialisiert haben.

Mittlerweile wurde aus dem Sommer der Herbst 2019 und wir fassten den Gedanken, nach unserem Urlaub auf Kreta von Mitte Oktober bis Anfang November, die Katzenbeschaffung anzugehen. Doch es kam anders.

Entspannte Suche im Urlaub

Unser Katzenwunsch wurde auf Kreta stimuliert, weil wir halbwilden Katzen auf Schritt und Tritt begegneten. Das Internet funktionierte hier besser als in gewissen Gegenden Deutschlands, und da uns klar war, dass Ragdoll-Züchter ihre Jungtiere, sowie sie geboren anbieten, und reservieren ehe sie von der Mutter getrennt werden können, stimmte das Timing perfekt und wir konnten die Suche im entspannten Urlaubsmodus vornehmen.

Eine reinrassige Ragdoll-Katze ist nichts für die Portokasse. So ab 500 Euro aufwärts sollte man als reine Anschaffungskosten eines Kittens schon einplanen. Leider liegt das außerhalb meiner finanziellen Wurfweite, denn immerhin mussten ja noch etliche andere Dinge beschafft werden, ehe Katzen einziehen können, und so war ich etwas frustriert. Aber nach wenigen Minuten stolperte über die Anzeige eines Katzenwurfes einer Ragdoll-Mama und eines British-Kurzhaar-Papas im westfälischen Hamm. Diese Kitten kosteten bei weitem nicht so viel, und wie alle Katzenkinder dieser Welt waren sie zuckersüße Herzensbrecher.

Liebe auf den ersten Blick

Ich reichte mein Handy mit dieser Annonce an meinen Gatten weiter, der unverzüglich darauf einstieg und … wie sagt man so schön … „geflasht“ war. Fünf Kitten waren abgebildet (später stellte sich heraus, dass der Wurf sieben Kitten umfasste) und von den abgebildeten waren bereits zwei weitere schon vergeben. Übrig waren ein komplett grauer Kater, ein getigerter Kater und eine schwarze Katze. Augenblicklich beanspruchte Stefan den grauen Kater für sich und ich verknallte mich in das schwarze Fellknäuel. Um keine Zeit zu verlieren, riefen wir unverzüglich bei der Züchterin an (abends gegen 21:30 Uhr aus Kreta – war o.k., denn in Deutschland war es eine Stunde früher). Nach Klärung der Situation, Nachweis per mail und meiner Website, dass wir kein Fake sind und Einigung über alle Modalitäten war sie bereit uns die Katzen zu reservieren.

Auf Kreta sind wir also Katzenpapas geworden. Die Zeitschiene war ideal, denn ab Mitte November konnten wir die Kitten abholen und unser „Abenteuer Katzen“, mit einer Eingewöhnungsphase in der die Tiere nie länger als zwei, drei Stunden alleine wären, reibungslos gestalten. Sehr schnell hatten wir auch schon Namen gefunden: Der graue Kater sollte „Otto“ heißen und die schwarze Katze „Minnie“.

… doch bis Mitte November gab noch reichlich zu organisieren …

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