Wir wissen jetzt, was „rollig“ heißt …

Katze Frida zusammengerollt

Früher oder später musste es ja so kommen – die Kids werden erwachsen. Bei unseren Katzenmädels hatten wir eigentlich erst frühestens im März damit gerechnet, dass sie reproduktionsfähig werden, denn dann würden sie ein halbes Jahr alt sein. Aber sie erwiesen sich als frühreif. Mit Frida ging’s Mitte Januar los …

Nachtrufe statt Nachtruhe

Eigentlich war es an jenem Donnerstagabend wie immer: Frida und Minnie tollten herum, wenn auch Frida ein wenig anhänglicher war als gewohnt. Wir gingen irgendwann schlafen … aber nicht lange. Mitten in der Nacht wachten wir durch sehr laute Katzenklagerufe auf und sahen sofort nach, ob eine der beiden Katzen irgendwo festklemmte oder sonstwie in Not war. Naja, in Not war Frida vielleicht – aber diese war hormonell bedingt, denn sie sehnte sich nach einem Lover. Nach einer halben Stunde beruhigte sie sich wieder … aber das Katzenkonzert wiederholte sich in jener (und den folgenden Nächten) mit etwa drei Dacapos bis der Morgen graute. Tagsüber lief sie herum, als hätte sie sich in die Hose gemacht, rollte sich buchstäblich auf dem Teppich und gurrte uns an wie ein ganzer Taubenschlag. Minnie war etwas irritiert, weil Frida nicht so zum Balgen und Spielen aufgelegt war wie sonst …

Schwesterliche Solidarität

Wir konnten erstmal nichts anderes tun, als abzuwarten und zuzusehen, nicht die Nerven zu verlieren. Zunächst waren wir froh, dass nur Frida diesen Alarm nachts machte, aber uns schwante schon, dass Minnie früher oder später ebenfalls fällig war. Ab Samstagnacht durften wir zwei quengelnden Katzen zuhören – und es kam uns vor, als hätten wir Pfauenhähne in der Wohnung. Interessierte Kater fanden sich nicht ein. Vermutlich war das ein Effekt der recht gut lärmgedämmten Wände unserer Wohnung und geschlossenen Fenster und der Tatsache, dass unser Appartement im dritten Stock liegt. Nachwuchs steht also nicht zu erwarten. Ab Montag ebbte der Spuk ab und in der Nacht auf Dienstag haben wir endlich einmal durchgeschlafen.

… und auch die Katzen scheinen sich erholen zu müssen – das Bild der schlafenden Frida ist ein wunderbares Symbolbild, dass die wilden Nächte erstmal um sind.

Die Sache mit dem Doc

Selbstverständlich werden Katzen, die kastriert sind, also deren Reproduktionsorgane entfernt wurden, nicht mehr rollig und das akustische Spektakel kommt nicht mehr vor. Die Meinungen sind uneins darüber, ob es in Ordnung ist, ehe eine Katze das erste Mal rollig ist, diese OP vorzunehmen. Ich hätte nichts dagegen gehabt – aber das hat sich ja nun erledigt. Allerdings haben wir Interessantes herausgefunden: Eine rollige Katze muss gedeckt werden, ehe die Follikel reifen und befruchtet werden können. Die ersten Deckakte dienen zunächst dazu, die Fruchtbarkeit in Gang zu bringen. Bleiben sie aus, sind die Follikel aber noch in Wartestellung und lösen wenig später die nächste Rolligkeit aus. Prinzipiell so oft, bis sich ein Kater „erbarmt“ hat und sich eine Schwangerschaft einstellt. (Was wir unter allen Umständen vermeiden wollen …)

Da es nicht günstig erscheint, eine Katze während der Rolligkeit zu kastrieren (weil die entsprechenden Organe dann besonders stark durchblutet sind), haben wir für die Total-OP den nächstmöglichen Termin bei der Tierärztin unseres Vertrauens gemacht. … ich werde berichten …

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