Welche Schnittblumen sind harmlos?

Nachdem wir unsere Wohnung frei von verdächtigen Zimmerpflanzen war, hoffte ich, als Ersatz immer mal ein paar Schnittblumen aufstellen zu können. Aber mir schwante schon, dass es auch hier zahlreiche Arten geben wird, die man besser meiden sollte, wenn man kein Risiko mit unbeaufsichtigten Katzen eingehen will. Leider gehören auch viele meiner Vasenfavoriten eindeutig in die Kategorie „Meiden“.

So sind alle Irisgewächse tabu. Die Rede ist nicht allein von den Iris, also Schwertlilien, selbst, denn diese Pflanzenfamilie ist sehr vielfältig. Freesien, Montbretien und auch die Gladiolen, die ich als Sommerschnittblumen bisher für unverzichtbar hielt, gehören dazu. Gleiches gilt für Liliengewächse, allen voran die wundervollen echten Lilien und Tulpen. Tulpen – ausgerechnet – denn nichts liebe ich mehr als Vasen voller Tulpen zwischen März und Mai. Narzissen sind ebenfalls keine Option, Hyazinthen auch nicht und selbst Zierlauch, bzw. sämtliche Lauchgewächse sind für Katzen schädlich. Gut, dass wir Zwiebeln, Knoblauch oder Porree stets in der Küche aufheben.

Die Sache mit den Pflanzenschutzmitteln

Ein weiteres Problem ist die Behandlung von Schnittblumen aus dem professionellen Anbau mit Pflanzenschutzmitteln. Hier können Rückstände, die uns Menschen kaum Kopfzerbrechen bereiten, für Haustiere, die an den Blättern knabbern, gefährlich werden. Wenn man also keine Biogärtnerei um die Ecke hat, muss man seine Vasenblumen also selber ziehen.

Glücklicherweise ist unsere Dachterrasse vollgestopft mit ungefährlichen Nelken und ich überlege, ob ich nicht doch mal wieder Dahlien pflanze, obgleich sie etwa ab September auch in den geräumigsten Pflanzgefäßen an ihre Grenzen kommen. Korbblütler sind sowieso allgemein in Ordnung für Katzen. Und glücklicherweise auch Rosen. Meine erklärte Lieblingsblume schadet weder Mensch noch Tier und ich bin absolut erleichtert darüber. Wenn ich auch noch auf Rosen im Haus hätte verzichten müssen, hätte ich mir allen Ernstes überlegt, Kunstblumen aufzustellen … nein, doch nicht – kleiner Scherz – mir kommen keine dreidimensionale Blumen- und Pflanzenfakes über die Schwelle!

Dachterrasse als Rückzugsort

Die Dachterrasse selbst ist für unsere Katzen Sperrgebiet. Leider. Es ist uns einfach nicht möglich, diese katzensicher zu machen. Selbst wenn wir riesige Netze für die gut 60 qm auftreiben könnten, möchten wir nicht, dass sich Vögel darin verfangen und verenden. Auch hohe Glaswände auf der Brüstung rundherum würden Vögel gefährden. So bleibt es dabei, dass die Katzen in der Wohnung bleiben, und wir testen es an, sie mal unter aufmerksamer Aufsicht im Sommer mit hinaus zu nehmen, um zu sehen, ob sie sich an die Grenzen halten und nicht auf das Dach klettern (und von mit der Feuerwehrleiter wieder herunter geholt werden müssen). Dabei machen wir uns keine Illusionen. Schon einer dieser bescheuerten Junikäfer, die pheromontrunken im Sommer stets in der Dämmerung auf bei uns draußen herumtorkeln, dürfte ausreichen, um den Jagdtrieb der Katzen zu wecken, bei dem sie alle Vorsicht fahren lassen und möglicherweise waghalsige Akrobatik vollziehen um ihn zu erhaschen.

Aber jeder Nachteil birgt bekanntlich auch einen Vorteil, wenn man ihn nur erkennen will. Die Bestückung der Dachterrasse mit Pflanzen ist nämlich nun weit weniger problematisch als die der Wohnung. Wir können unsere schönen aber giftigen Oleander, Kalla, Lilien, Narzissen und Tulpen dort behalten … das Refugium für die üblichen und unüblichen Verdächtigen aus dem Pflanzenreich ist also geschaffen.

… das Pflanzenthema ist nun auch geklärt … jetzt können die Katzen kommen … 

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