Weihnachtsnarzissen zu Karneval

Im letzten Jahr habe ich ja hier ausführlich die Kultur der Weihnachts-Tazetten beschrieben. Und eigentlich hatte ich vor, wie so ziemlich jedes andere Jahr auch, für 2019 Tazetten anzutreiben. Die Zwiebeln waren bestellt und eingetroffen und es hätte im November losgehen können … hätte …

Aber dann sind bei uns zwei Katzen eingezogen und alle Zimmerpflanzen – auch die temporären – wurde darauf hin überprüft, ob sie für Katzen toxisch seien. Wir leben nun nahezu zimmerpflanzenfrei und die Tazetten habe ich gar nicht erst aufgesetzt, da alle Narzissen so gar nichts in einem Haushalt mit Katzen zu suchen haben … nicht einmal als Schnittblume.

Die Zwiebeln wollte ich verschenken. Und habe das bis Dezember völlig verdrabbelt. Nun lagen sie da und ich mochte sie nicht wegwerfen. Sie landeten in einen Kübel auf der Dachterrasse, wo es sich bereits eine neue zu testende Ramblerrose von Tantau bequem gemacht hatte. Alles hing nun davon ab, dass es nicht friert, denn die Tazetten, vor allem die für die Zimmerkultur ausgesuchten Sorten, gelten als empfindlich. Bekanntlich fand der Winter 2019/2020 nicht statt und so freute ich mich zu Fasching über reich blühende, duftende Narzissen – die ersten weit und breit. Aufgrund der kühlen Temperaturen dauerte die Pracht gut fünf Wochen an – weit länger als jemals in der guten Stube – und die Pflanzenstatik war absolut ausreichend.

Mittlerweile habe ich die nun denn doch verblühten Blüten entfernt und es steht noch das Laub, das keinerlei Anstalten dazu macht, zu vergilben. Die Pflanzen werden nun also gedüngt und weiter versorgt, bis sie von selbst einziehen. Mal sehen, ob sie im kommenden Frühling wiederkommen. Interessant, eine typische „Ex-und-Hopp-Zwiebelpflanze“ mal auf Dauereignung zu testen … nächstes Jahr wissen wir alle mehr …

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