Die katzengerechte Wohnung

Nach der auf Kreta vorgenommenen Reservierung unserer Wunschkatzen bei der Züchterin gingen wir gedanklich unsere Wohnung durch und fragten uns: Können sich hier zwei Katzen sicher bewegen und würden sie sich wohl fühlen?

Als erstes fiel uns – abgesehen von den Üblichkeiten wie Katzenklo oder Futternäpfen, ein Kratzbaum ein. Auf einem mindestens eineinhalb Meter hohem Turm mit Körbchen und Aussichtsplateaus dessen tragende Elemente mit Sisal umwickelt sind an denen Katzen ihre Krallen wetzen können, sollten sich zwei Katzen tummeln können.

Das Problem: Kratzbäume, zumindest die, die ich im Sinn hatte, sind in ästhetischer Hinsicht Ausgeburten von Scheußlichkeiten. Pfotendesign, Leoprint, grauer Nesselstoff und ähnliches ist absolut nichts, was ich in meiner Umgebung sehen möchte. Aber vielleicht war es die entschleunigte Urlaubsstimmung, die mich zu einem Kompromiss bewegte, den ich bis heute nicht bedauere. Noch in Heraklion auf Kreta fische Stefan eine Anzeige eines erschwinglichen geräumigen cremefarbenen Kratzbaumes aus dem Netz. Zufriedengestellt durch einen Grillteller in einem Straßenrestaurant ließ ich mich darauf ein, dieses plüschbezogene Möbelstück in unsere Wohnung aufzustellen. Wir merkten uns den Anbieter und orderten das Ding so, dass wir es am zweiten Tag nach unserer Rückkehr in Deutschland in Empfang nehmen konnten.

Alle anderen Untensilien – von der Transporttasche, über das richtige Streu, passendes Futter, diverse Spielzeuge bis hin zu Kratzmatten – besorgten wir nach und nach Anfang November. Und die Wohnung wurde umgestaltet und katzengesichert.

Dekogegenstände aus Glas, Porzellan oder ähnlichem wurden auf ein einziges für Katzen nicht erreichbares Regalbrett geschoben oder in Schränke gestellt … oder verschenkt. Vasen stehen nun auch nicht mehr herum und die Schneekugeln, die Stefan so mag, wurden mit Klebeband auf dem Telefontischchen fixiert, damit flinke Katzenpfoten sie nicht herunterstupsen können. Kissen, die wir in Hülle und Fülle besitzen verteilten wir nun an die Fensterbretter um bequeme Aussichtsplätze zu kreieren. In jedem Zimmer gibt es nun mindestens ein Katzenkörbchen zum Schlafen. Wir gewöhnten uns an, gekippte Fenster(-türen) zu schließen, wenn wir nicht anwesend sind und stets den Klodeckel zu schließen. Die Küche wird zum Sperrgebiet erklärt, das Katzen nur betreten dürfen, wenn wie ebenfalls dort kochen oder schnippeln.

Das war der unkomplizierte Teil der Vorbereitung.

… dann kam die Sache mit den Pflanzen …

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